Da sind sie nun also, nach dem ich in meinem letzten Post ja gefragt hatte ob nicht jemand Lust hätte sich vor meine Kamera zu stellen, habe ich nun am letzten Samstag meinen ersten Fototermin für diese Serie absolvieren können. Ich glaube es war für mich genauso spannend wie für mein wunderbares Model was da auf uns zu kommen wird und ob am Ende überhaupt etwas verwertbares dabei heraus kommen würde. Bis zu diesem Tag bin ich eigentlich davon ausgegangen das ich meine Kamera wirklich gut kenne und diese im Schlaf bedienen könnte.

Das kann ich an sich auch, so richtig schwierig wird es wenn man sich nebenbei auch noch mit dem Model unterhalten will um es ein wenig von den doch noch recht frischen Temperaturen abzulenken. Ein bisschen Glück hatten wir beide dann letztendlich doch, denn nachdem es die letzten Tage vor dem Knippszeitdings wirklich schlechtes Wetter gab, belohnte Petrus unsere Geduld just an diesem Tag mit den schönsten Frühlingssonnenstrahlen und wunderbarem Licht. Mein größter Dank gilt aber meinem Model für ihre Geduld und dass sie sich auch von kalten Händen und Füßen und teilweise doch recht langen Denkpausen meinerseits nicht hat aus der Ruhe bringen lassen. Genug gelesen jetzt gibt es etwas zum gucken.

Mein Fazit nach diesem Tag, ich habe echt noch eine ganze Menge die ich lernen kann und ich hätte genug Zeit um auch mal zu experimentieren. Vielleicht traue ich mich das nächste mal ja Hybrid ran, das heißt digitale und analoge Knippserei gemischt oder vielleicht versuche ich das nächste mal auch mal Kunstlicht, mal schauen was die Zukunft so bringt.  Eins weiß ich jetzt aber schon, ich will mehr davon.

PS.: Ja ich versuche den Begriff “Shooting” zu vermeiden, nach diversen Modelcastingshows erzeugt der Begriff doch teilweise falsche Erwartungen beim Model.

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Alt, jung, dick, dünn, Frau, Mann, völlig egal, ich brauche Köpfe.

Für 2012 habe ich mir eigentlich fotografisch eine Sache wirklich vorgenommen, nichts das mit dem Ankauf von neuem Equipment zu tun hat, ich will keine neue Kamera keine neuen Objektive oder eine Blitzausstattung bei der selbst Joe McNally neidisch werden würde. Nein ich habe mir vorgenommen mehr Menschen zu fotografieren, Portraits in der Hauptsache. Ich will dabei sowohl Digital als auch mit meinen analogen Kameras arbeiten und auch hin und wieder mal ein wenig experimentieren können. Ich habe mir vorgenommen so viel wie möglich mit natürlichem Licht zu arbeiten und die Blitze so weit möglich im Rucksack zu lassen. Nun ist Ende März und bis auf die Bilder der beiden Demos (Demo1, Demo2) hat sich nicht wirklich viel getan. Ich habe ein interessanten Aufruf eines befreundeten Fotografen aus der Schweiz liegen und würde gerne an Ideen arbeiten und habe auch noch einige eigene Konzepte in der Schublade die ich gerne in die Tat umsetzen will. Nun habe ich aber ein großes Problem es fehlen mir die Köpfe, Menschen die bereit sind sich vor meine Kamera zu stellen und sich ablichten zu lassen. Leute die kein Problem damit haben das ich die Bilder anschließend und nach Absprache mit dem Model hier auf dem Blog und auf Flickr dazu benutze weitere neue Modelle zu finden. Ich will kein Geld mit den gemachten Bildern verdienen, ich bin auch nicht in der Lage Geld zu zahlen der Deal ist einfach, eure Zeit gegen Bilder. Wer mit mir in Kontakt treten möchte kann das gerne entweder über einen Kommentar, die auf der About-Seite angegebenen Kontaktdaten oder per Facebook tun.

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Und schon wieder sind Wochen und Monate ins Land gezogen seit ich hier das letzte Mal etwas geschrieben habe. Nun die Zeiten sind etwas stressig und unstet, meine neueste Errungenschaft möchte ich aber meinen Bloglesern nicht vorenthalten. Dabei handelt es sich wiedereinmal um einen analogen Schatz dieses mal aber nicht aus Japan sondern aus dem nur wenige Hundert Kilometer entfernten Dresden. Eine Praktica FX, der Seriennummer zu folge wohl aus dem Jahre 1955. Wow also eine Kamera die fast 57 Jahre alt ist, fast doppelt so alt wie ich selbst. Wie man sich bei dem Alter vorstellen mag kommt dieser Eisenklotz komplett ohne jegliche Automatiken aus, also weder Belichtungsmessung, noch Belichtungsautomatik noch irgend eine Spur von einem Autofokus. Es wird noch nicht einmal von Einstell auf Arbeitsblende umgestellt. Das heißt für den Fotograf Zeit und Blende mit einem Belichtungsmesser  ermitteln oder wie ich in meinem Fall einfach schätzen, als Basis meiner Schätzungen dienen diese beiden Tabellen Exposure Values und Exposure Factor. Jetzt sucht man nach dem richtigen Fokus, schließt die Blende und hofft alles richtig gemacht zu haben. KLATSCH!!! Das Ding macht nicht nur Klick, es macht Klatsch beim Auslösen, ein Fest für alle Sinne sozusagen. Das ist dann doch schon etwas anderes als man vom Drauf-halten und Abdrücken heute gewöhnt ist und ist sogar für Fotografen mit einem Herz für die analogen Schätzchen vergangener Tage noch ein zwei Gänge langsamer.

Generell muss ich sagen befindet sich die Dame in einem für ihr Alter ausgesprochen guten Zustand die beiden Linsen haben weder Kratzer noch irgend einen Anflug vom gefürchteten Linsenpilz. Das einzige was die Praktica nicht mehr ganz so zu mögen scheint ist die Kälte, von der wir die letzten Tage ja ausreichend hatten. Nach einer Weile im freien bei ca -10 bis -15°C hängt der Verschlussvorhang wohl ein wenig (was sich hier und da an den dunklen Stellen links an den Bildern bemerkbar macht). Zugegeben, für den Fotografen ist es auch nicht unbedingt angenehm bei solchen Temperaturen ein massives Metallgehäuse durch die Gegend zu tragen. Glücklicherweise ist die Praktica nicht ganz so filigran wie aktuelle Kameras weswegen sie sich auch noch mit dicken Handschuhen bedienen lässt.

Und nun noch einmal ein ein riesigen Dank an den Spender der meine kleine Sammlung wieder um ein weiteres Stück und mich als Fotografen um ein paar wirklich interessante Erfahrungen reicher gemacht hat. Also die ersten Meter Film habe ich durch und die Ergebnisse gefallen mir, aber seht selbst.

 

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Ich bin ja jetzt eigentlich nicht so der Typ der großen Trubel und Menschenmassen sucht, braucht oder liebt. Ganz ähnlich geht es mir da auch in der Fotografie normalerweise bevorzuge ich ruhig Motive gedeckt Farben oder eigentlich ziemlich häufig sogar nur monochrom. Dieses Wochenende war aber alles ein kleines bisschen anders. Es war laut, es gab eine Menge Leute, es roch nach Öl und wo man auch hin schaute Bewegung und eifriges Gewusel. Wie gesagt, an sich nicht meine Baustelle, aber da ja nichts auf dieser Welt ohne Grund passiert hatte auch mein Erscheinen beim “Zschorlauer Dreiecksrennen 2011″ seine Bewandtnis. Der vorläufige Abschluss meines Langzeit-Dokumentarprojektes stand an. Ich begleite nun seid Weihnachten 2009, meinen Onkel mit der Kamera, der sich in den Kopf gesetzt hat einer alte Honda leben einzutrichtern und sie auf die Rennstrecke zu bringen. Am letzten Sonntag war es nun endlich soweit die Honda Four-K mit 650ccm durfte das erste mal Rennluft durch die 4 offenen Vergaser atmen.  Klanglich ein nicht zu verachtender Genuss.

An dieser Stelle muss ich einige Leser noch ein klein wenig auf die Folter spannen, denn die Bilder gibt es final erst später. Ich weiß wer hier ab und an die Nase rein steckt und ich will mir doch nicht das Grand Final versauen.  Dazu wird es hier natürlich auch noch einen gesonderten Post oder auch mehrere geben, denn einige Herausforderungen liegen momentan noch vor mir.

Man muss schon echt sagen, dieses Rennsportevent ist mit anderen die ich bis jetzt gesehen habe in keinster Weise vergleichbar. So gleicht das ganze eher einem großen Familientreffen mit Zweitaktergeruch als verbissenstem Rennsport. Nicht das sich die Fahrer auf der Strecke all zu langsam bewegen würden, im Gegenteil, die Fahrten sind zwar als Gleichmäßigkeitsbewerb ausgeschrieben was einige, darunter auch der eine oder andere über-siebzigjährige, nicht daran hindert gleichmäßig schnell zu fahren.  Sobald man dann durch Fahrerlager lief und sich die älteren und alten Maschinen auch nur mit ein klein wenig Interesse ansah wurde man förmlich von Mensch und Maschinen in diesen Mikrokosmos gesogen und fand sich plötzlich mitten in Gesprächen und als Teil des Fahrerlagers wieder. Besonders bemerkenswert fand ich hier, ich traue mich kaum den Begriff “Ältere Dame” zu benutzen da das der Vogtländerin in keinster Weise gerecht werden würde, Helga Heinrich-Steudel aus Plauen. Sie geht mit über 70 Jahren immer noch mit verschiedensten Zwei und Vierrädern auf Rennstrecken und ist im Fahrerlager um kein Gespräch verlegen. Hut ab wenn ich in dem Alter noch so fit bin mach ich drei Kreuze. Es war wirklich ein wunderbares Wochenende auch wenn sich mein Gesicht nun danke Rennsonnenbrand schält.

Da also sowieso alles irgendwie etwas anders ist als sonst dachte ich mir kann ich auch die Bilder mal ein wenig lauter drehen und Farben und Kontrast entgegen meiner normalen Gewohnheiten aufreißen.  Hier nun also die Bilder.

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Die Frage stellt sich mir in der letzten Zeit wirklich immer häufiger. Während ich nun seit 2008, bewaffnet mit meiner Canone, durch die Welt schlendere und aufnehme was mir entweder vor die Linse rennt oder was es meiner Meinung nach wert ist fotografisch fest gehalten zu werden, überkommt mich so hin und wieder das Gefühl ich befinde mich in Lewis Carrolls “Alice im Wunderland”. Mit jedem kleinen Schritt den ich unternehme mich weiter zu entwickeln falle ich weiter und weiter in den Kaninchenbau. Was bei genauer Betrachtung an sich keine schlechte Sache ist, deswegen pflege ich ja diese Seite hier und deswegen dokumentiere ich eben diesen Sturz ins Nagetiernest.

Da mich nun der Erwerb meiner allerersten  Meßsucherkamera schon einmal gelehrt hat das man eben nicht immer die volle Kontrolle über die Belichtungszeit haben muss frage ich mich ständig bin ich ein Horst? Im Moment schlage ich mich wirklich mit dem Gedanken herum einen kompletten Systemwechsel zu vollziehen. Bin ich deswegen ein Horst? Ich denke nicht, zumindest glaube ich das ganz fest. Ich renne nicht direkt nach dem Erwerb einer neuen Linse nach Hause und fotografiere wild ausgedruckte Papierblätter in einer, dafür schon vorbereiteten, Testumgebung. Bilder beurteile ich auch längst nicht mehr nach dem Grad des Sensorrauschens. Hey ich fotografiere, am liebsten, mit ASA400 Filmen, dagegen ist ein bisschen Sensorrauschen ja schlicht schon marginal.

Den ganzen Analogkram mal bei Seite, zumindest kurz, ich erwarte von meiner digitalen Ausrüstung dann schon den Tick mehr an Leistung und Qualität. Was mich allerdings wirklich ein wenig in Richtung Systemwechsel drängt ist das es Fotos gibt dich ich mit meinem Canonbody schlicht nicht machen kann. Wer meinen Blog regelmäßig liest wird wissen das ich letztes Jahr in Düsseldorf war und just da in eine Situation gekommen bin in der ich die Waffen strecken musste. Wer sich ein wenig mit der Datenverarbeitung seiner und vor allem auch anderer Kameras auseinander gesetzt hat wird wissen das die Hersteller, entgegen der weitläufigen Meinung, Rohdaten die sie uns auf unsere Speicherkarten legen keines Wegs unbearbeitet übergeben. Canon zum Beispiel nimmt eine Kontrastkorrektur vor, die sich leider auf den Dynamikumfang der gespeicherten Bilder, selbst in RAW, auswirkt. Kurz gesagt die Bilder aus der betagteren D70 waren noch brauchbar wohingegen meine 400D schlicht kapitulieren musste.

Es ging im Detail um eine Aufnahme in einem Park. Eine von Pflanzen eingefasste Büste von einem, für Düsseldorf, sicherlich sehr wichtigen Herren und im Hintergrund eine weitere Statue die gerade direkt ins Sonnenlicht gehüllt war. Eigentlich ein schönes Motiv, nur kam eben meine Kamera mit der Masse an Informationen nicht klar. Hätte man ein Stativ dabei gehabt hätte man sicher eine Belichtungsreihe machen und das ganze dann in der Nacharbeit zusammen fummeln können und gut. Aber darum soll es ja nicht gehen. Die D70 hat eben das komplette, gewünschte Spektrum schon auf ein Foto bekommen. Wenn ich mir meine Bilder und da vorallem meine aktuellen so anschaue dann tendiere ich mehr und mehr zu eben solchen extremen Lichtstimmungen. Ein Analogfilm wird mit solchen Lichtsituationen zum Teil spielend fertig, während der Sensor und da speziell eben “mein” Sensor die Waffen strecken muß.

Das soll hier natürlich kein Markenk(r)ampf werden,  nichts liegt mir ferner. Ganz im Gegenteil, ich halte wirklich absolut nichts vom relegionsartigen Anbeten von Marken. In meiner Arbeitsumgebung tun Apfel und Fenstersysteme ihren Dienst, ich habe kein iPhone aber dafür eins mit Android, ich stelle mir aber trotzdem die Frage ob ich mir ein iPad zulegen sollte und ich nutze digitale wie analoge Kameras von den verschiedensten Herstellern. Ich habe neben meiner Digitalen auch so gut wie immer eine Analoge im Rucksack oder Tasche. Am Ende sind es aber nur Werkzeuge die mir helfen sollen das zu tun und das umzusetzen was ich will. Jedes für sich hat seine Stärken und Schwächen und diese zu kennen ist die Kunst. Am Ende sollte man eigentlich nur darauf bedacht sein das man seine ganz eigene, kreative Palette möglichst sinnvoll erweitert.

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Heute haben wir uns spontan dazu entschieden einfach mal die zwickauer Stadtgrenzen hinter uns zu lassen und mal raus zu fahren. Nach einigem Überlegen und Suchen ist die Wahl auf Waldenburg gefallen. Für Fotografen bei dem Wetter ein wirklich lohnendes Ziel. Wenn gleich es drinnen etwas duster zu geht so birgt das Objekt wirklich fantastische Lichtstimmungen. Also das nächste mal ist jedenfalls etwas lichtstärkeres als F2.8 dabei. Achja, der Eintritt kostet 3 Euro eine extra Fotoerlaubnis ist nicht nötig. Dafür gibt es dann den totalen Motiv-Overkill.

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Ich bin wiedereinmal neu verliebt. Nicht in eine Frau sondern in eine Kamera, mal wieder. Es ist schon erstaunlich mit jedem neuen Teil das man so in seiner Hardwaregier erwirbt entdeckt man das Fotografieren ein kleines Stückchen neu, so auch letzte Woche. Ich habe mich schon eine ganze Weile mit dem Gedanken umher geschlagen mir mal eine günstige Messucherkamera zu besorgen. Eigentlich wollte ich mich bei nächster Gelegenheit mal auf einem Flohmarkt nach einer russischen Messucher umsehen. Wären mir da nicht zwei geschätzte Kollegen, die Herren Illuminate und Moondragon85, auf Twitter, dazwischen gekommen. Nach einer kurzen Frage nach geeignetem Material antworteten beide wie aus einem Mund Yashica Electro 35. Da dachte ich mir, da muss ja irgendetwas was dran sein. Als erstes also Google und Flickr mit den Suchbegriffen gefüttert und auch sehr schnell fündig geworden. Ok, das sah dann auch schon mal sehr viel versprechend aus, also mal mal in der Bucht nachforschen und mit beiden der Preise wegen Rücksprache gehalten, man will sich ja schließlich auch nicht über den Tisch ziehen lassen. Beide haben mich dann noch auf eine kleine aber gemeine Krankheit der Yashica hingewiesen das sogenannte (Pad of Death), in der Kamera gibt es einen Gummipuffer der nach ca. 30 Jahren den Geist aufgibt. Was bei einer Kamera aus den 70er Jahren ziemlich genau jetzt der Fall sein sollte.

Am Ende sollte es also eine Yashice Electro 35 GT werden.  Circa eine viertel Stunde nach erfolgtem Kauf setze dann auch schon das übliche “Wann kommt sie, wann kommt sie” ein. Ein sehr gutes Vorzeichen das ich mich wirklich darauf freue.  Ich muss gestehen, ich habe sie dann auch direkt an der Packstation ausgepackt und das erste mal durch den Sucher geschaut. Nach ein wenig Probieren ließ ich dann auch in Twitter verlauten “Verdammt ist Messucher geil” Man kann wirklich in einem dunklen Wohnzimmer das nur durch 2-3 TFT-Displays beleuchtet wird sicher fokussieren. Also Film rein und ab gehts. Nun Petrus spielte mir übel mit und Tags darauf war das Wetter schlicht weg zu mies um raus zu gehen. Der Tag darauf entlohnt mich aber mit einer Mischung von bewölkt bis sonnig, also allerbestes Wetter um die Kamera in allen erdenklichen Situationen zu testen.

Ich wollte nun auch nicht unbedingt als erstes den guten Velvia einlegen um die Yashi zu testen also musste ein Kodak Ektar 100 her halten den ich nun schon fast ein Jahr umher trage. Hm, ein Buntfilm, hatte ich schon seit einer halben Ewigkeit nicht mehr genommen. Heute habe ich nun also  die Ergebnisse als Scan bekommen und bin einfach nur noch hin und weg. Die Belichtungsmessung passt, der Fokus sitzt und die Bilder haben ihren ganz eigenen Charm. Der Ektar wird mir im übrigen gerade auch sehr sympatisch, den muß ich unbedingt weiter testen. Zur Belichtung muß man sagen das ich mich Analog wie digital schon lange nicht mehr auf die Automatiken verlassen habe. An meinen SLR, analog wie digital, messe ich eigentlich immer alles per Hand aus und stelle dann die Kamera entsprechend ein. Die Möglichkeit gibt es bei der Yashica aber einfach nicht. Da stellt man die ISO am Wählrad ein und hofft das Elektronik richtig liegt. Ich wäre natürlich nicht Ich wenn ich da nicht schon beim ersten Film eine Möglichkeit gefunden hätte die Elektronik ein wenig zu bescheißen. Also rechnen wir ein wenig, eine ISO Stufe (also zB von ISO 50 auf 100 oder von 200 auf 400) entspricht 2 Blendstufen. will ich also ein Bild bewusst eine Blendstufe überbelichten muss ich lediglich das Iso-Rad eine halbe Iso-Stufe nach unten drehen. Getestet und für “Gut” befunden. Dazu muß man allerdings auch sagen das der Ektar wirklich gutmütig ist was die Belichtung angeht, also weitere Tests werden folgen müssen.

Eins kann ich aber mit ziemlicher Sicherheit sagen, die Yashi hat sich wirklich vom ersten Blick durch den Sucher  natürlich an gefühlt. Wie das berühmte dritte Auge das viele Fotografen so gerne suchen. Die Bedienung ist prinzipbedingt simpel aber eben effektiv und die Ergebnisse haben mich heute einfach weg gehauen. Ich bin verliebt. Wir zwei sind zwar noch in der Kennenlernphase aber ich mag sie trotz aller Einschränkungen schon tief und innig.

Zum Schluss noch die Ausbeute der ersten Rolle, zum Großteil nicht Korrigiert oder geschönt. Nicht die Ganz große Kunst aber wie gesagt wir zwei lernen uns gerade erste kennen und lieben. Der Großteil übrigens unbearbeitet also so wie ich es aus dem Scan bekommen habe. Nur hin und wieder ein bisschen Farb/Kontrastkorrektur oder bisschen Horizontbegradigen. Also nun die Auswahl von meinen “First 36″

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Nein, um euch zu beruhigen, mit dem Titel und diesem Post möchte ich natürlich nicht die Gedankengänge eines Soziopathen oder angehenden Amokläufers beleuchten. In meinem Blog-Geschreibsel hier dokumentiere ich ja meine ganz persönliche Entwicklung und meine Erfahrungen auf dem Weg ein besserer Fotograf oder besser überhaupt ein Fotograf zu werden. Dieser Post hier ist, so denke ich wieder einmal ein Kapitel.

Genauer geht es mir heute um Gefühl das mich in letzter Zeit förmlich verfolgt. Mit “klick” meine ich nicht einen Menschen der aus rastet und Amok läuft sondern einen Menschen der mit offenen Augen durch seinen Alltag geht und versucht Ausschnitte fest zu halten. Und genau das passiert mir in letzter Zeit doch all zu häufig. Mit dem Klicken meine ich das Geräusch dass das beim betätigen des Auslösers verursacht wird und dass genau das mir akustisch bestätigt was ich so liebe. Eine Szene, so alltäglich und banal sie für andere auch erscheinen mag, in einem Bild fest zu halten. Ich denke, beziehungsweise hoffe, das diese Entwicklung normal ist.

Wenn man sich nur lang und tief genug mit Fotografie als abbildendes Medium beschäftigt und selbige auch aktiv betreibt nicht umhin kommt ständig und vor allem unbewusst nach Motiven Ausschau zu halten. Daran habe ich mich eigentlich schon gewöhnt, nur geht es mir immer häufiger so das ich eben das Gefühl nicht nur bei Szenen oder Objekten bekomme sondern vor allem bei Personen. Sei es die Bedienung oder Gäste in einem meiner Lieblingsrestaurants oder einfach Menschen die ich sehe wenn ich einfach nur durch die Stadt laufe. Es macht einfach ständig “klick” im Kopf.Ich sehe Personen um mich herum die ich einfach festhalten möchte, aus welchen Gründen auch immer.

Eigentlich wünsche ich mir einen Knopf am Bein mit dem ich einen Screenshot von dem machen könnte was ich gerade sehe. Der Ausschuss wäre sicher enorm aber ich glaube es wären sicher auch ein paar Perlen dabei. Ich glaube das was mich momentan so anzieht nennt der fotografische Volksmund wohl schlicht Streetfotografie. Ein extrem faszinierendes Betätigungsfeld das aber gerade in unseren Landen einige, nicht zuletzt juristische, Fußangeln für uns abbildendes Volk vor hält. Man muss das Motiv, man entschuldige mir diesen sehr sachlichen Ausdruck, vor dem Ablichten fragen ob man eigentlich darf was man will und eigentlich im tiefstn Inneren als unerlässlich empfindet. Und ich glaube genau das ist die Angst jedes angehenden Straßenfotografs. Man zerstört die Szene durch pures Eindringen in selbige. Das echte, das wahre, das authentische ist dahin wenn man fragt. Das Grundrecht am eigenen Bild erscheint einem an dieser Stelle und aus dieser Perspektive förmlich wie eine unüberwindbare Mauer. Dennoch scheinen einige Fotografen diese zu überwinden und genau das will ich auch.

Normalerweise versuche ich ja meine Posts mit irgendeiner Art Lösung zu beschließen, nur habe ich, in diesem Fall, einfach noch keine adäquate gefunden, aber ich arbeite daran. Die Ablehnungen sind natürlich auch ein entscheidender Teil des Wegs den ich bereit bin zu gehen.

Erfahrenere Fotografen werden, denke ich, an der Stelle wahrscheinlich sagen “Immer rein in die Szene”, nichts ist schlimmer als das Bild das man nicht gemacht hat. Aber das ist genau das was mich seit längerem stichelt, man wünscht sich ein drittes Auge das immer auslöst wenn man es gerade will.

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Rein bearbeitungs-technisch stecke ich in meinem Bildarchiv noch voll im Jahr 2010 genau genommen im Sommer 2010. Ich spiele immer mal wieder mit einigen Bilder herum und versuche mich an neuen Bearbeitungsmöglichkeiten in Camera Raw. Sachen die ich entweder irgendwo gesehen habe oder einfach Dinge auf die ich durch Zufall selbst gefunden habe. Zum Beispiel bin ich seit ein paar Wochen den alten analogen Filmen auf der Spur. Zum Beispiel den Kodak Kodachrome. So ganz bin ich noch nicht dahinter gekommen aber ich hab nach einiger Recherche ein Colorchart vom Ektachrome gefunden und werde als nächstes versuchen die nötigen Farbsättigugns und Helligkeitswerte nach Cameraraw zu übertragen. Die alten Farbnegativ- und Dia-filme neigen nämlich dazu Farben nicht gleichmäßig wieder zu geben wie dies unsere heutige Digitaltechnik tut sondern verschieben einzelne Farbbereiche in Helligkeit, Satturierung und teilweise sogar in den Farbwerten selbst.

Ach ja, der Publishtermin wurde etwas nach vorne verlegt da ich ein Autotwitter-PlugIn für WordPress testen wollte.

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Die meisten oder eigentlich fast alle Bilder die man hier auf meinem kleinen Blog so findet sind im Format 3 zu 2 oder 2 zu 3 je nach dem ob Hoch oder Querformat. Allerdings hat mich neulich mal wieder ein anderer Blog mit der Nase drauf gestoßen dass es immer wieder heilsam sein kann sich von seinen aus-getrampelten Pfaden zurück ins Unterholz zu klettern und eben immer wieder etwas neues zu versuchen. Für den einen ist das eben eine neue alte Kamera wie für den Chris von Tips from the Topfloor/Happy-Shooting und für mich ist es eben seit neustem mal vom “normalen traditionellen 35mm Fotofilmformat” ab zu weichen und Bilder eben nicht nur in 2:3 zu sehen sondern absichtlich ein anderes Seitenverhältnis zu wählen und die Bilder schon beim Fotografieren für eben dieses zu komponieren. Spannend da man im Sucher ja trotzdem erstmal nur seinen gewohnten Bildausschnitt sieht. Natürlich gibt es, zumindest  für mich mit meiner Canon-Knippse, einen kleinen Workaround. So kann man gedanklich zwischen den kleinen Fokuspunkten im Sucher Linien ziehen die einem das Format eingrenzen. Horizontal am oberen und unteren Fokuspunkt für 16:9 oder  vertikal an den Zwischepunkten entlang für ein quadratisches 1:1-Format. Ein anderer Weg das Format aufzulockern ist die Montage von mehreren Bildern wie in “Up and Down” zu sehen. Es klappt natürlich nicht immer aber mit der digitalen Kamera ist man in soweit ja sehr flexibel, so dass das man die Bilder sowieso erst in der Bearbeitung zuschneiden und für das endgültige Format entscheiden muss. Allerdings, legt man das Seitenverhältnis schon beim Fotografieren lässt sich der “Effekt” natürlich bewusster einsetzen. Den nächsten Blogpost gibt es übrigens schon am Donnerstag, ich habe mir unter anderem für 2011 vorgenommen häufiger und vor allem regelmäßiger zu schreiben.

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