Archive for the “Soft and Hardware” Category

Die Frage stellt sich mir in der letzten Zeit wirklich immer häufiger. Während ich nun seit 2008, bewaffnet mit meiner Canone, durch die Welt schlendere und aufnehme was mir entweder vor die Linse rennt oder was es meiner Meinung nach wert ist fotografisch fest gehalten zu werden, überkommt mich so hin und wieder das Gefühl ich befinde mich in Lewis Carrolls “Alice im Wunderland”. Mit jedem kleinen Schritt den ich unternehme mich weiter zu entwickeln falle ich weiter und weiter in den Kaninchenbau. Was bei genauer Betrachtung an sich keine schlechte Sache ist, deswegen pflege ich ja diese Seite hier und deswegen dokumentiere ich eben diesen Sturz ins Nagetiernest.

Da mich nun der Erwerb meiner allerersten  Meßsucherkamera schon einmal gelehrt hat das man eben nicht immer die volle Kontrolle über die Belichtungszeit haben muss frage ich mich ständig bin ich ein Horst? Im Moment schlage ich mich wirklich mit dem Gedanken herum einen kompletten Systemwechsel zu vollziehen. Bin ich deswegen ein Horst? Ich denke nicht, zumindest glaube ich das ganz fest. Ich renne nicht direkt nach dem Erwerb einer neuen Linse nach Hause und fotografiere wild ausgedruckte Papierblätter in einer, dafür schon vorbereiteten, Testumgebung. Bilder beurteile ich auch längst nicht mehr nach dem Grad des Sensorrauschens. Hey ich fotografiere, am liebsten, mit ASA400 Filmen, dagegen ist ein bisschen Sensorrauschen ja schlicht schon marginal.

Den ganzen Analogkram mal bei Seite, zumindest kurz, ich erwarte von meiner digitalen Ausrüstung dann schon den Tick mehr an Leistung und Qualität. Was mich allerdings wirklich ein wenig in Richtung Systemwechsel drängt ist das es Fotos gibt dich ich mit meinem Canonbody schlicht nicht machen kann. Wer meinen Blog regelmäßig liest wird wissen das ich letztes Jahr in Düsseldorf war und just da in eine Situation gekommen bin in der ich die Waffen strecken musste. Wer sich ein wenig mit der Datenverarbeitung seiner und vor allem auch anderer Kameras auseinander gesetzt hat wird wissen das die Hersteller, entgegen der weitläufigen Meinung, Rohdaten die sie uns auf unsere Speicherkarten legen keines Wegs unbearbeitet übergeben. Canon zum Beispiel nimmt eine Kontrastkorrektur vor, die sich leider auf den Dynamikumfang der gespeicherten Bilder, selbst in RAW, auswirkt. Kurz gesagt die Bilder aus der betagteren D70 waren noch brauchbar wohingegen meine 400D schlicht kapitulieren musste.

Es ging im Detail um eine Aufnahme in einem Park. Eine von Pflanzen eingefasste Büste von einem, für Düsseldorf, sicherlich sehr wichtigen Herren und im Hintergrund eine weitere Statue die gerade direkt ins Sonnenlicht gehüllt war. Eigentlich ein schönes Motiv, nur kam eben meine Kamera mit der Masse an Informationen nicht klar. Hätte man ein Stativ dabei gehabt hätte man sicher eine Belichtungsreihe machen und das ganze dann in der Nacharbeit zusammen fummeln können und gut. Aber darum soll es ja nicht gehen. Die D70 hat eben das komplette, gewünschte Spektrum schon auf ein Foto bekommen. Wenn ich mir meine Bilder und da vorallem meine aktuellen so anschaue dann tendiere ich mehr und mehr zu eben solchen extremen Lichtstimmungen. Ein Analogfilm wird mit solchen Lichtsituationen zum Teil spielend fertig, während der Sensor und da speziell eben “mein” Sensor die Waffen strecken muß.

Das soll hier natürlich kein Markenk(r)ampf werden,  nichts liegt mir ferner. Ganz im Gegenteil, ich halte wirklich absolut nichts vom relegionsartigen Anbeten von Marken. In meiner Arbeitsumgebung tun Apfel und Fenstersysteme ihren Dienst, ich habe kein iPhone aber dafür eins mit Android, ich stelle mir aber trotzdem die Frage ob ich mir ein iPad zulegen sollte und ich nutze digitale wie analoge Kameras von den verschiedensten Herstellern. Ich habe neben meiner Digitalen auch so gut wie immer eine Analoge im Rucksack oder Tasche. Am Ende sind es aber nur Werkzeuge die mir helfen sollen das zu tun und das umzusetzen was ich will. Jedes für sich hat seine Stärken und Schwächen und diese zu kennen ist die Kunst. Am Ende sollte man eigentlich nur darauf bedacht sein das man seine ganz eigene, kreative Palette möglichst sinnvoll erweitert.

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Rein bearbeitungs-technisch stecke ich in meinem Bildarchiv noch voll im Jahr 2010 genau genommen im Sommer 2010. Ich spiele immer mal wieder mit einigen Bilder herum und versuche mich an neuen Bearbeitungsmöglichkeiten in Camera Raw. Sachen die ich entweder irgendwo gesehen habe oder einfach Dinge auf die ich durch Zufall selbst gefunden habe. Zum Beispiel bin ich seit ein paar Wochen den alten analogen Filmen auf der Spur. Zum Beispiel den Kodak Kodachrome. So ganz bin ich noch nicht dahinter gekommen aber ich hab nach einiger Recherche ein Colorchart vom Ektachrome gefunden und werde als nächstes versuchen die nötigen Farbsättigugns und Helligkeitswerte nach Cameraraw zu übertragen. Die alten Farbnegativ- und Dia-filme neigen nämlich dazu Farben nicht gleichmäßig wieder zu geben wie dies unsere heutige Digitaltechnik tut sondern verschieben einzelne Farbbereiche in Helligkeit, Satturierung und teilweise sogar in den Farbwerten selbst.

Ach ja, der Publishtermin wurde etwas nach vorne verlegt da ich ein Autotwitter-PlugIn für WordPress testen wollte.

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Und wieder einer von der Technikfront. Ich hab mich, nach der Einführung des Mac Appstores inkl. netter Lockangebote, dazu entschieden mir mal Aperture 3 zu kaufen. Der kluge Blogger hätte sich wohl erstmal die Demo angeschaut und abgewartet, aber da der MacAppStore eben danach förmlich danach geschrien hat ausprobiert zu werden fand ich den Rabatt dann doch so ansprechend das ich mir ein paar iTunes-Karten kaufte und los legte. Ok Zahlung ist ausbaufähig aber das gilt für den kompletten iTunes-Store das immer noch kein PayPal unterstützt finde ich persönlich irgendwo daneben. Also Prepaid Guthaben geholt und per AppleID eingeloggt. Guthaben eingelöst und los gehts? Nicht ganz. Ich hatte wohl eine ältere Karte erwischt die sie einfach nicht einlösen lassen wollte. In iTunes dann gings ohne Stress.

Was ich nun eigentlich vor hatte,

Also eigentlich hatte ich mir ja eingebildet meine Fotos immer noch in beiden Welten zu beherbergen. Ich habe zwar einen Mac der ist aber jetzt nicht mehr unbedingt Top Notch. Genauer habe ich hier ein Macbook Pro Late 2008. An sich hatte ich jetzt nun vor meinen ganz Fotokram auf das NAS zu speichern und weiter zweigleisig zu arbeiten also die ganze Verwaltung über Aperture und bearbeiten weiter per CameraRaw und Photoshop. Man muss nun an der Stelle sagen das ich seit Mitte des letzten Jahre mit Photoshop CS5 arbeite und von daher rein RAW-technisch schon ein wenig verwöhnt bin. Aber die Materialverwaltung nur mit Bridge ist immer so eine Sache. Man muss immer manuell Ordnung halten, Ordner und Strukturen selbst anlegen und wenn man mal etwas sucht sollte man wenigstens ansatzweise wissen wo es denn liegt. Durch meine Arbeit als Grafiker suche ich auch hin und wieder Material das man als Fotograf wohl getrost in den Mülleimer schieben würde aber der Grafiker in mir behält doch immer wieder Sachen die man hier und da als Fotoreferenz oder als Texturvorlage brauchen kann. Sei es ein Maschinenteil, ein Stück Baumrinde, ein architektonischer Kunstgriff  oder eine interessante Lichtbrechung. Alles in allem sind seit Mai 2008 dem Punkt an dem ich aktiv angefangen habe zu fotografieren knappe 170GB an Daten aufgelaufen. Also viel zu viel um sie auf meinem kleinen Macbook mit 250GB Festplattenplatz zu beherbergen. Somit also die Entscheidung es mal auf dem Netzwerk zu versuchen. Die Materialverwaltung sollte mir ein Programm abnehmen.

Was dann wirklich ging

Nun, selbst mit einem schnellen Gigabit Ethernet scheint die Verbindung nicht schnell genug zu sein um sinnvoll zu arbeiten. Das Ergebnis sind haufenweise Lags beim Betrachten und unwahrscheinlich lange Wartezeiten wenn man sich mal ein Bild ansehen will. Von Bearbeiten wollen wir an der Stelle mal gar nicht erst reden. Die Library lies sich auch nicht auf das Netzwerk übertragen die mag lieber weiter in User/Bilder oder Lokal auf einer Festplatte sitzen (Mach ich da was falsch? Für Tipps bin ich da sehr dankbar) Ich habe mir aber ein paar Ordner lokal auf das MacBook gezogen um weiter unter die Haube zu schauen.

What I ended up with – was vom Tage übrig blieb

Wie geschrieben bin ich ja schon ein wenig verwöhnt was RAW-Entwicklung angeht. Also erwarte ich nicht mehr und auch nicht weniger von meiner zukünfitgen Weapon of choice. Nun das wurde durch Aperture nicht erfüllt das ist an der Stelle aber auch nicht schlimm. Das die GUI selbst ist sehr intuitiv es gibt ein paar Kleinigkeiten die ich sehr gut finde wie zum Beispiel das Stack-artige Rawprocessing. Es gibt auf der anderen Seite aber auch einige Sache die ich vermisse. Zum Beispiel die Objektivkorrektur und eben den flüssigen Ablauf meiner i7 12gb RAM-Maschine. Aber das ist hardwareseitig ein Vergleich zwischen Äpfel und Birnen. Was ich nun habe ist ein Programm das mir automatisch die Strukturen anlegt die sein müssen (Datum, Projekt) und das ich vorallem immer dabei haben kann wenn ich es will. Ich habe einen ordentlichen Raw-Entwickler bei dem ich schon mal schauen kann was die Bilder hergeben die ich geschossen habe und nicht zu vergessen das Social Media. Zwar kein Killerfeature aber nett wenn man`s hat. Ich kann Bilder direkt aus Aperture auf Flicker posten ohne Zwischenspeichern oder der gleichen. Da ich meine Posts meist direkt am Mac verfasse wäre das eine nette Ergänzung wenn ich das noch mit WordPress auf einen Nenner bekomme. Die Voraussetzungen scheinen ja definitiv vorhanden zu sein.

Und am Ende?

Bleibt eigentlich kein herber Beigeschmack. Ich glaube das mir in den nächsten Wochen noch oft genug die Schuppen von den Augen fallen werden, getreu dem Motto: “Ach das geht auch?” Ich habe hier nur meine ersten Erfahrungen mit Aperture geschildert und ich denke es gibt noch viel zu entdecken, ich glaube sogar Aperture wird ein fester Bestandteil meiner Fotopipeline werden, aber bis dahin braucht es noch einige PlugIns und vor allem viel Eingewöhnung. Ich habe auf jedenfall ein Tool mehr das ich auch unterwegs auf meinem Laptop dabei habe und mit dem ich zünftig RAWs entwickeln und veröffentlichen kann.

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