Und wieder einer von der Technikfront. Ich hab mich, nach der Einführung des Mac Appstores inkl. netter Lockangebote, dazu entschieden mir mal Aperture 3 zu kaufen. Der kluge Blogger hätte sich wohl erstmal die Demo angeschaut und abgewartet, aber da der MacAppStore eben danach förmlich danach geschrien hat ausprobiert zu werden fand ich den Rabatt dann doch so ansprechend das ich mir ein paar iTunes-Karten kaufte und los legte. Ok Zahlung ist ausbaufähig aber das gilt für den kompletten iTunes-Store das immer noch kein PayPal unterstützt finde ich persönlich irgendwo daneben. Also Prepaid Guthaben geholt und per AppleID eingeloggt. Guthaben eingelöst und los gehts? Nicht ganz. Ich hatte wohl eine ältere Karte erwischt die sie einfach nicht einlösen lassen wollte. In iTunes dann gings ohne Stress.

Was ich nun eigentlich vor hatte,

Also eigentlich hatte ich mir ja eingebildet meine Fotos immer noch in beiden Welten zu beherbergen. Ich habe zwar einen Mac der ist aber jetzt nicht mehr unbedingt Top Notch. Genauer habe ich hier ein Macbook Pro Late 2008. An sich hatte ich jetzt nun vor meinen ganz Fotokram auf das NAS zu speichern und weiter zweigleisig zu arbeiten also die ganze Verwaltung über Aperture und bearbeiten weiter per CameraRaw und Photoshop. Man muss nun an der Stelle sagen das ich seit Mitte des letzten Jahre mit Photoshop CS5 arbeite und von daher rein RAW-technisch schon ein wenig verwöhnt bin. Aber die Materialverwaltung nur mit Bridge ist immer so eine Sache. Man muss immer manuell Ordnung halten, Ordner und Strukturen selbst anlegen und wenn man mal etwas sucht sollte man wenigstens ansatzweise wissen wo es denn liegt. Durch meine Arbeit als Grafiker suche ich auch hin und wieder Material das man als Fotograf wohl getrost in den Mülleimer schieben würde aber der Grafiker in mir behält doch immer wieder Sachen die man hier und da als Fotoreferenz oder als Texturvorlage brauchen kann. Sei es ein Maschinenteil, ein Stück Baumrinde, ein architektonischer Kunstgriff  oder eine interessante Lichtbrechung. Alles in allem sind seit Mai 2008 dem Punkt an dem ich aktiv angefangen habe zu fotografieren knappe 170GB an Daten aufgelaufen. Also viel zu viel um sie auf meinem kleinen Macbook mit 250GB Festplattenplatz zu beherbergen. Somit also die Entscheidung es mal auf dem Netzwerk zu versuchen. Die Materialverwaltung sollte mir ein Programm abnehmen.

Was dann wirklich ging

Nun, selbst mit einem schnellen Gigabit Ethernet scheint die Verbindung nicht schnell genug zu sein um sinnvoll zu arbeiten. Das Ergebnis sind haufenweise Lags beim Betrachten und unwahrscheinlich lange Wartezeiten wenn man sich mal ein Bild ansehen will. Von Bearbeiten wollen wir an der Stelle mal gar nicht erst reden. Die Library lies sich auch nicht auf das Netzwerk übertragen die mag lieber weiter in User/Bilder oder Lokal auf einer Festplatte sitzen (Mach ich da was falsch? Für Tipps bin ich da sehr dankbar) Ich habe mir aber ein paar Ordner lokal auf das MacBook gezogen um weiter unter die Haube zu schauen.

What I ended up with – was vom Tage übrig blieb

Wie geschrieben bin ich ja schon ein wenig verwöhnt was RAW-Entwicklung angeht. Also erwarte ich nicht mehr und auch nicht weniger von meiner zukünfitgen Weapon of choice. Nun das wurde durch Aperture nicht erfüllt das ist an der Stelle aber auch nicht schlimm. Das die GUI selbst ist sehr intuitiv es gibt ein paar Kleinigkeiten die ich sehr gut finde wie zum Beispiel das Stack-artige Rawprocessing. Es gibt auf der anderen Seite aber auch einige Sache die ich vermisse. Zum Beispiel die Objektivkorrektur und eben den flüssigen Ablauf meiner i7 12gb RAM-Maschine. Aber das ist hardwareseitig ein Vergleich zwischen Äpfel und Birnen. Was ich nun habe ist ein Programm das mir automatisch die Strukturen anlegt die sein müssen (Datum, Projekt) und das ich vorallem immer dabei haben kann wenn ich es will. Ich habe einen ordentlichen Raw-Entwickler bei dem ich schon mal schauen kann was die Bilder hergeben die ich geschossen habe und nicht zu vergessen das Social Media. Zwar kein Killerfeature aber nett wenn man`s hat. Ich kann Bilder direkt aus Aperture auf Flicker posten ohne Zwischenspeichern oder der gleichen. Da ich meine Posts meist direkt am Mac verfasse wäre das eine nette Ergänzung wenn ich das noch mit WordPress auf einen Nenner bekomme. Die Voraussetzungen scheinen ja definitiv vorhanden zu sein.

Und am Ende?

Bleibt eigentlich kein herber Beigeschmack. Ich glaube das mir in den nächsten Wochen noch oft genug die Schuppen von den Augen fallen werden, getreu dem Motto: “Ach das geht auch?” Ich habe hier nur meine ersten Erfahrungen mit Aperture geschildert und ich denke es gibt noch viel zu entdecken, ich glaube sogar Aperture wird ein fester Bestandteil meiner Fotopipeline werden, aber bis dahin braucht es noch einige PlugIns und vor allem viel Eingewöhnung. Ich habe auf jedenfall ein Tool mehr das ich auch unterwegs auf meinem Laptop dabei habe und mit dem ich zünftig RAWs entwickeln und veröffentlichen kann.

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