Ich bin ja jetzt eigentlich nicht so der Typ der großen Trubel und Menschenmassen sucht, braucht oder liebt. Ganz ähnlich geht es mir da auch in der Fotografie normalerweise bevorzuge ich ruhig Motive gedeckt Farben oder eigentlich ziemlich häufig sogar nur monochrom. Dieses Wochenende war aber alles ein kleines bisschen anders. Es war laut, es gab eine Menge Leute, es roch nach Öl und wo man auch hin schaute Bewegung und eifriges Gewusel. Wie gesagt, an sich nicht meine Baustelle, aber da ja nichts auf dieser Welt ohne Grund passiert hatte auch mein Erscheinen beim “Zschorlauer Dreiecksrennen 2011” seine Bewandtnis. Der vorläufige Abschluss meines Langzeit-Dokumentarprojektes stand an. Ich begleite nun seid Weihnachten 2009, meinen Onkel mit der Kamera, der sich in den Kopf gesetzt hat einer alte Honda leben einzutrichtern und sie auf die Rennstrecke zu bringen. Am letzten Sonntag war es nun endlich soweit die Honda Four-K mit 650ccm durfte das erste mal Rennluft durch die 4 offenen Vergaser atmen.  Klanglich ein nicht zu verachtender Genuss.

An dieser Stelle muss ich einige Leser noch ein klein wenig auf die Folter spannen, denn die Bilder gibt es final erst später. Ich weiß wer hier ab und an die Nase rein steckt und ich will mir doch nicht das Grand Final versauen.  Dazu wird es hier natürlich auch noch einen gesonderten Post oder auch mehrere geben, denn einige Herausforderungen liegen momentan noch vor mir.

Man muss schon echt sagen, dieses Rennsportevent ist mit anderen die ich bis jetzt gesehen habe in keinster Weise vergleichbar. So gleicht das ganze eher einem großen Familientreffen mit Zweitaktergeruch als verbissenstem Rennsport. Nicht das sich die Fahrer auf der Strecke all zu langsam bewegen würden, im Gegenteil, die Fahrten sind zwar als Gleichmäßigkeitsbewerb ausgeschrieben was einige, darunter auch der eine oder andere über-siebzigjährige, nicht daran hindert gleichmäßig schnell zu fahren.  Sobald man dann durch Fahrerlager lief und sich die älteren und alten Maschinen auch nur mit ein klein wenig Interesse ansah wurde man förmlich von Mensch und Maschinen in diesen Mikrokosmos gesogen und fand sich plötzlich mitten in Gesprächen und als Teil des Fahrerlagers wieder. Besonders bemerkenswert fand ich hier, ich traue mich kaum den Begriff “Ältere Dame” zu benutzen da das der Vogtländerin in keinster Weise gerecht werden würde, Helga Heinrich-Steudel aus Plauen. Sie geht mit über 70 Jahren immer noch mit verschiedensten Zwei und Vierrädern auf Rennstrecken und ist im Fahrerlager um kein Gespräch verlegen. Hut ab wenn ich in dem Alter noch so fit bin mach ich drei Kreuze. Es war wirklich ein wunderbares Wochenende auch wenn sich mein Gesicht nun danke Rennsonnenbrand schält.

Da also sowieso alles irgendwie etwas anders ist als sonst dachte ich mir kann ich auch die Bilder mal ein wenig lauter drehen und Farben und Kontrast entgegen meiner normalen Gewohnheiten aufreißen.  Hier nun also die Bilder.

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