Von Lachkrämpfen, wenig Licht und netten Nachbarn.
Wer selbst schon einmal versucht hat bei irgendeinem Event zu fotografieren wird festgestellt haben das dies gar nicht so einfach ist. Als erstes ist meist das Licht generell so finster das man auf höhere Iso-Werte ausweichen muss und zum anderen kann man häufig nicht so nah ran wie man gerne möchte. Zum anderen behindert einen, gerade bei Musikevents häufig ein herum hoppsendes Publikum. Nun machte ich mich zusammen mit meiner Freundin Sally und 4 weiteren Freunden am Sonntag auf Herrn Wladimir Kaminer in “La Bodeguita del Medio” zu sehen. Den Ort der Veranstaltung kenne ich schon recht gut da ich dort ganz gerne auf einen abendlichen Absacker vorbei schaue.
Nun trug es sich zu das wir schon letztes Jahr zu einer Lesung von Herrn Kaminer dort gewesen sind ich auch meine Kamera dabei hatte mir allerdings ein ordentliche Telelinse fehlte und ich so nur mein 50 1.8 vor die Kamera geschraubt hatte. Leider verließ mich allerdings bei den meisten Fotos der Autofokus was bei einer Offenblende von 1,8 auch nicht verwunderlich ist. Also dieses Jahr der zweite Anlauf. Ich versicherte mich schon zu Anfang der Veranstaltung das der Autor nichts gegen ein paar Fotos hatte und begann mit dem Normalzoom von Tamron zu schießen (17-50 2.8 sind für solche Gelegenheiten schon fast ausreichend wenn ich die Kamera auch auf min. Iso 400 aufpumpen musste) Blitzen fällt natürlich bei so einem Event komplett flach da man ersten die anderen Zuschauer nicht stören will zweitens vor allem den Vortragenden nicht ablenken möchte und drittens auch die Lichtstimmung einiges an Ambiente hat.
Nachdem ich nun ein paar Aufnahmen mit dem Tamron gemacht hatte wollte ich noch ein paar “Actionbilder” und hier fing die Sache an extrem schwierig zu werden. Verschlusszeiten von 1/80 – 1/125 sind sitzend bzw auch stehen bei 70-200mm ansich kein Problem und noch problemlos zu halten wenn da nicht ein kleines Detail gewesen wäre. Nämlich der Autor selbst, dieser quälte mich immer wieder mit anhaltenden Lachattacken was das Ruhighalten extrem schwierig werden lies. In der Pause dann fragte ich ihn ob es vielleicht noch möglich wäre ein bis zwei Bilder zu stellen, kein Problem er müsse nur eben in der Pause Bücher signieren dann können wir das machen. So herrlich entspannt und natürlich. Eigentlich hatte ich mir geschworen: “Dieses Jahr machst du mehr als zwei Bilder, letztes Jahr sahen die Bilder auf dem Display gut aus waren daheim am Rechner aber total unscharf”. Nun allerdings kann man den Autor bei so einer Lesung gerade in der Pause auch nicht all zulange aufhalten und das sollte man auch nicht. Also “pop” das erste Bild, Blitz einstellen noch kurz an der Kamera nach regeln und und “pop” das zweite hat diesmal gesessen. Fertig. Ich habe dann noch kurz ein paar Worte mit ihm wechseln können ihm vom letzten Jahr erzählt und kurz von meinem kleinen Foto-Blog hier und ihm versprochen die Bilder zu zusenden, was ich dann auch gestern getan habe. Solche Autoren zu “anfassen” sind glaube ich sehr selten und ich war wiedermal erstaunt wie locker dieser Mensch ist.
Was auch noch sehr zum familiären Flair der Veranstaltung beitrug waren die netten Nachbarn die uns ganz selbstverständlich und freihaus die ganze Zeit mit Musik aus einem kleinen Küchenradio versorgten . Während der Pause waren sie aber so nett das Radio aus zu machen um uns in unseren Gesprächen nicht zu stören. Jetzt stellt sich mir an der Stelle natürlich die Frage ob die netten Nachbarn bei der Gema angemeldet hatten und somit auch zur Beschallung beitragen durften.
Nach der Pause habe ich dann auch noch munter unter erschwerten Bedingungen (weitere Lachanfälle und Muskelkater in den Lachmuskeln) weiter gekämpft und die letzten Bilder geschossen.
Ich kann die Bücher und Lesungen von Herrn Kaminer in jedem Fall nur weiter empfehlen. Ich könnte nicht einmal einen persönlichen Favoriten bei seinen Büchern fest machen da alle ihren eigenen Charm und Witz haben und vorgetragen ist das ganze dann noch einmal besser da er seine Geschichten sehr natürlich und teilweise mit einer spitzbübischen Freude an den Zuhörer bringt.
Zum Schluss wie immer natürlich noch die Bilder.






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