Es gibt, wenn man es genau nimmt, zwei unterschiedliche Arten von Fotografen. Lässt man mal die Ausrüstung außen vor, die beste Kamera ist sowieso die die man gerade dabei hat, so sieht man jene die abschießen was ihnen vor die Linse kommt und jene die ganz gezielt mit einem Konzept an ihre Bilder heran gehen. Ersteres ist in keinem Fall abwertend gemeint, es gibt gut spontane Bilder die eine Menge Gefühle transportieren können.

Man denke nur an die vielen dokumentarischen Werke bei “The Boston Globe“. Dort ist ein sehr großer Teil der wirklich starken Bilder einfach Fotojournalismus und die können sich ihre Motive nicht aussuchen. Natürlich ist da auch eine Menge Handwerk dabei, also Bildkomposition und natürlich auch die pure Kenntnis des Arbeitsgeräts. Aber zurück zum Thema. Bisher würde ich mich mal eher zu ersteren zählen (ausser natürlich das ich nicht in irgendwelche Krisengebiete Reise um der Welt zu zeigen was sich dort abspielt), man sieht etwas findet es interessant und versucht die ganze Spannung in ein Foto zu zwängen. Das ist natürlich nicht technisch perfekt aber hat seinen Reiz und den Blick für Bilder sollte man als Fotograf ja sowieso haben.

Nun aber zur zweiten Gattung und den Dingen die ich auch gern beherrschen würde und die ich gerade versuche zu lernen. Das Arbeiten mit einem gewissen Konzept, das Arbeiten mit gewissen Maßgaben oder eben das selbst auferlegen von Beschränkungen. Nun kann man das in vielerlei Hinsicht tun. Man nimmt sich eine Festbrennweite und fotografiert eben nur mit dieser, man schalltet das Display der Kamera ab und gewinnt etwas von dem analogen Nervenkitzel zurück nicht gleich zu sehen ob das Bild geworden ist oder nicht. Oder man gibt sich ein Thema vor das man umsetzen möchte. Zum Thema Selbstgeiselung beim Fotografieren empfiehlt sich Moni’s Motivklingel. Nicht das sich die Dame beim Fotografieren auf ein Nagelbett setzen würde aber im auferlegen von Beschränkungen finde ich ist Moni schon ganz weit vorn und auch immer wieder sehr kreativ. So nun also zu meinem ersten Foto-Konzept.

I aint lovin’ it

Die Idee war hierbei  den Werbeslogan von einer großen Fastfoodkette umzudrehen und zu zeigen was mir eben nicht gefällt. Nun ist das jetzt nicht der Fehler eben dieses Gastrounternehmens sondern viel mehr seiner Kunden. Ich muss zugeben ich bin selbst bekennender “Burger-holic” und liebe Fastfood in all seinen Variationen. Keine Kritik am Unternehmen oder der Marke als vielmehr an den Konsumenten. Puh, also bevor es hier all zu politisch wird und mir der eine oder andere noch tendenzielle Neigungen zum militanten Naturschützer vorwirft, lasse ich lieber die Bilder sprechen. Die Bilder sind über einen längeren Zeitraum entstanden. Das erste, der Ballon, schon 2008 er passte aber in die Reihe also habe ich ihn mit rein genommen. Die anderen dann zwischen ende Mai und Ende Juli 2010 und diese dann auch gezielt mit der oben beschriebenen Maßgabe.

2 Responses to “I aint lovin’ it – die erste Konzeptarbeit”
  1. Tobias says:

    Coole Unschaerfe in der Tiefe, das kommt gut und bei ein paar Motiven solltest du die Perspektive aendern, um weniger Schaerfe im Bild zu haben. Speziell das erste Bild kommt gut!

  2. admin says:

    Gerade bei dem ersten Bild war die Unschärfe Absicht das der Fokus auf dem Beutel vorn liegt. Nebenbei bemerkt f2.8 bei 70-200 ist so Porno 😀

  3.  
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